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Eine andere Klasse von Spielen

24. August 2010
immortall

Hier in Treibgut haben wir ja schon mehrfach über Videospiele und im besonderen Flashspiele geschrieben. Warum stehen Flashspiele hier so im Fokus?

Die Spielebranche ist ständig am wachsen und Spieleproduktionen kosten mittlerweile soviel wie ein Hollywood-Film. Bei solch großen Investitionen muss dann natürlich auch sicher gestellt sein, dass das Ding verkauft wird. Die Folge ist ähnlich wie bei Hollywood Filmen eine Trend zur Konservativität. Sequels, Prequels noch und nöcher. Dabei bekommen wir nicht nur inhaltlich immer wieder dasselbe präsentiert, gerade im Bereich der Spielmechanismen tut sich wenig.

Flashspiele deren Produktion eigentlich nur Zeit und Talent kosten, können sich da ganz andere Dinge leisten. Hier wird wie wild rumexperimentiert und trotz der an sich eingeschränkten Plattform entstehen dabei aufregende Spielformate. Besonders im Bereich der Physik-basierten Spiele gibt es dabei wahre Schätze.

Hier eine kurze Liste mit empfehlungen, wer noch mehr sucht wird hier fündig.

E7

E7 ist ein Physik-basierter Puzzle-Plattformer. Ziel des Spiels ist es dabei mit einem kleinen Raumschiff einen fremden Planeten zu erkunden und eine Bombe zu erforschen. E7 ist atmosphärisch, der Planet erscheint fremdartig und verlassen. Die wahre Stärke ist jedoch der Spielmechanismus, den im Gegensatz zu den meisten Plattformern kann man in E7 nicht springen. Jedoch ist der Planet elastisch und lässt sich steuern, also katapultiert man sich von dem elastischen Boden durch die Levels. Es dauert ein bisschen, bis man die ungewöhnliche Steuerung raus hat und dann ist das Spiel leider schon vorbei. Aber das Ende lässt keine Wünsche übrig und überrascht auf traurige Weise.

Loved

„Are you a man or a woman“ fragt uns die allgegenwärtige Stimme in Loved zu Beginn. Ich antworte mit „man“ und sie schallt mir entgegen „No, you are a girl.“ und wenig später „You will fail.“. Loved ist dabei weniger ein Spiel als eine Kurzgeschichte, eine interaktive Betrachtung einer Beziehung mit einer gefährlichen Dynamik.

Im Herz des Spiels steckt ein Jump-n-Run mit kniffeliger Mechanik und einer Entscheidung. Gehorche ich der Stimme oder stelle ich mich gegen Sie? Die Konsequenzen sind in jedem Fall enorm.

Die „Shift“-Serie

Die meisten hier vorgestellen Spiele sind Einzelgänger, einzigartige Werke mit neuartigem Konzept. Shift hingegen hat es mit seinem Spielprinzip schon in die 4te Inkarnation geschafft. Das Spielprinzip bleibt dabei immer gleich, entkomme einer Serie von Labyrinthen. Unsere Gedankenmuskeln werden dabei extrem angestrengt, denn unser Charakter kann zwischen den weißen und schwarzen Teilen des Levels „shiften“.

Dass das die Dinge nicht einfacher macht, kann man sich denken.

Depict1 ,Obey! The Game und This is the only level

In allen drei Spielen geht es um den Kampf des Spielers mit dem Spiel. Egal ob wir dem Spiel gehorchen müssen, gegen es kämpfen oder es einfach nur verstehen müssen. Wer nur macht, was er in normalen Spielen tun würde, kommt hier nicht weit.

ImmorTall

Zu guter Letzt möchte ich euch ImmorTall vorstellen, eine Empfehlung von Jan und eines meiner Lieblingskunstspiele. Dieses Spiel hat das volle Paket, die Musik ist atemberaubend gut. Die Animationen flüssig, die Illustrationen wunderschön. Und die Story und die Spielmechanik…

Ich erwähnte mal, dass „Take a Walk“ kein Ziel hat, das war eine Lüge. ImmorTall hat kein Ziel, egal was man tut, es hat keine Auswirkungen. Es gibt keine Punkte, keine Achievements, keine verschiedenen Enden. Und doch fesselt das Spiel, geht man immer weiter bis zum unweigerlichen Ende. Man spielt nicht ImmorTall, ImmorTall spielt mit den eigenen Gefühlen.

Tut euch selbst einen Gefallen und probiert es.

[Alle Spiele gibt es auf newgrounds.com]

One Comment leave one →
  1. 24. August 2010 22:25

    ImmorTall hat sehr wohl verschiedene Enden. Zumindest in einem Aspekt kann es sich sehr unterscheiden. So oder so ein schoenes Spiel.
    Ueberhaupt, eine gute kleine Linksammlung hast Du da zusammengestellt.

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